Gräber NS-Verfolgter Sinti und Roma

Denkmäler der Zukunft

In der Neustadt finden sich an mehreren Stellen DENKORTE-Tafeln. Sie erinnern in diesem Stadtteil Bremens an die Verbrechen des Nationalsozialismus.

Am 19. November 2022 wurde eine weitere Gedenktafel auf dem Friedhof Buntentor eingeweiht. Diese Tafel erinnert an die Verfolgung der Sinti und Roma.

Erinnern an die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Auf dem Fried­hof am Bun­ten­tor­stein­weg be­fin­det sich das 1929 angelegte Grab der Familie Dickel.

Auf Grund der spä­te­ren Wie­der­gut­ma­chungs­ak­ten kann das Le­ben von Ju­li­us Di­ckel aus­führ­lich do­ku­men­tiert wer­den. Er war der ein­zi­ge aus der Fa­mi­lie von Pe­trus Di­ckel, der die Ver­fol­gung durch die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten über­leb­te. Im März 1943 wur­de die Fa­mi­lie auf Grund des so ge­nann­ten Ausch­witz-Er­las­ses vom 16. De­zem­ber 1942 in das Kon­zen­tra­ti­ons- und Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz-Bir­ken­au de­por­tiert. Ju­li­us Dickel über­lebt, weil man ihn für ar­beits­fä­hig hält. Man steckt ihn in ver­schie­de­ne Ar­beits­kom­man­dos, u. a. in den KZ‘s Bu­chen­wald, Flos­sen­bürg, Ber­gen-Bel­sen und The­re­si­en­stadt. Dort wird er mit sei­nen Mit­häft­lin­gen von der Ro­ten Ar­mee be­freit.

Wie­der zu­rück in Bre­men er­fährt Julius Dickel vom Tod sei­ner El­tern und Ge­schwis­ter. Er weiß nicht, wo­hin er noch ge­hen soll. Schließ­lich sucht er das Fa­mi­li­en­grab im Bun­ten­tor auf. Vom Ver­wal­ter er­fährt er die Adres­se sei­nes On­kels, ei­nem Bru­der sei­nes Va­ters Pe­trus, in den Nie­der­lan­den. Von dort be­treibt er in den Jah­ren da­nach sei­ne Wie­der­gut­ma­chung, für sich und für sei­ne er­mor­de­te Fa­mi­lie. 

Ju­li­us Di­ckel starb am 20. Ja­nu­ar 1993 in Of­fen­burg ein­sam und al­lei­ne, ver­mut­lich an ei­ner Herz­at­ta­cke.  Sei­ne Grab­stel­le dort wur­de in­zwi­schen ein­ge­eb­net. Am 7. Mai 2022 wur­de auf Wunsch seiner Tochter Lin­da Di­ckel das Grab der Fa­mi­lie Jo­hann Di­ckel um ei­nen Ge­denk­stein er­wei­tert. Er trägt die In­schrift „In Erinnerung an Julius Dickel * 7.4.1926 † 20.1.1993 – Angehörige der Familie Dickel wurden in der NS-Zeit verfolgt, mindestens 16 ermordet“. Da­durch wur­de die Fa­mi­lie sym­bo­lisch zu­sam­men­ge­führt.

Der Beirat Neustadt möchte die Erinnerung an die Familie Dickel wach halten. Ihr Schicksal steht stellvertretend für die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Um die Pflege der Grabstelle zu finanzieren stellt der Beirat Neustadt für das Jahr 2023 bis zu 600,-€ für die Pflege der Grabstelle und Blumenschmuck zur Verfügung. Der Beirat Neustadt strebt an, die Kosten für die Grabpflege auch zukünftig aus seinen Globalmitteln zu finanzieren. Eine entsprechende Beschlussfassung soll daher spätestens im Oktober eines jeden Jahres auf die Tagesordnung einer Beiratssitzung gesetzt werden.

Beschluss des Beirats Neustadt vom 17. November 2022

Kinderbewegungsparadies beim ATS Buntentor eingeweiht

Bei strahlendem Sonnenschein konnte Senatorin Stahmann das mit viel Eigenarbeit realisierte Kinderbewegungsparadies auf der Sportstätte des ATS Buntentor Am Krähenberg einweihen.

Anke Bittkau (Geschäftsstelle SpielLandschaftStadt – Spielräume schaffen) und Jens Oppermann (geschäftsführender Vorstand SpielLandschaftStadt) freuten sich, dass die Gemeinschaftsaktion „Spielräume schaffen“, dieses Projekt finanziell fördern konnte.

Foto: Jens Oppermann

Gartenstadt Werdersee

Eines der großen Neubauvorhaben in der Neustadt ist die „Gartenstadt Werdersee“. Die ehemalige Grünfläche am Werdersee ist jetzt größtenteils bebaut. Kindertagesstätte und Grundschule sollen im nächsten Jahr genutzt werden können. Die Einkaufsmöglichkeiten für die Bewohner:innen der Gartenstadt entstehen gerade an der Habenhauser Landstraße.

Die Wohnbebauung in der Gartenstadt Werdersee schreitet voran …

… und so sah es dort noch im Jahr 2016 aus.

Senatorin Stahmann weiht Kinderbewegungsparadies beim ATS Buntentor ein

„SpielRäume schaffen“ hat das Projekt mit fast 10.000 Euro gefördert

Am Sonntag, 13. November 2022, ab 15 Uhr wird das Kinderbewegungsparadies des ATS Buntentor in der Sportanlage Stadtwerder feierlich in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von circa 800 Quadratmetern ist eine frei zugängliche Anlage mit Sportgeräten entstanden, welche die Bewegungslust von Kindern fördern soll.

Die Kosten in Höhe von knapp 60.000 Euro teilen sich die Senatskanzlei aus dem Innovationstopf, die Gemeinschaftsaktion „SpielRäume schaffen“ der Sozialsenatorin und des Deutschen Kinderhilfswerks sowie der Beirat Neustadt aus Globalmitteln.

Die Gemeinschaftsaktion „SpielRäume schaffen e.V.“ wird betreut vom Verein SpielLandschaftStadt e.V.

Quelle: Senatspressestelle

Geht so Barrierefreiheit?

Am Deichschart wird der Zugang zum Werdersee neu gestaltet. Die Treppenanlage sollte Barrierefrei werden, das Ergebnis sieht anders aus.

Noch im Frühjahr diesen Jahres hatte Umweltbetrieb Bremen (UBB) mitgeteilt:

Die Grünanlagen am Deichschart zwischen Buntentorsteinweg und der Kleinen Weser werden saniert. Nach jahrzehntelanger, intensiver Nutzung ist das beliebte und viel frequentierte Naherholungsziel zum Baden, Relaxen, Spazierengehen und Fahrradfahren in die Jahre gekommen. Die Sitzmöglichkeiten entlang der Wege befinden sich in einem schlechten Zustand, ebenso wie die gestufte Pflasterfläche am Deichschart. Zudem ist kein barrierefreier Zugang zum Wasser möglich.

Quelle: UBB

Ein wirklich barrierefreier Zugang zum See bleibt offenbar auch weiterhin nicht möglich.

Großes Kopfsteinpflaster erschwert den Zugang für Rollstuhlfahrende zur neu gestalteten Treppenanlage beim Deichschart. Auch weist die Rampe zum See ein erhöhtes Gefälle auf.

Ich habe das Ortsamt Neustadt/Woltmershausen gebeten, dazu auf der Beiratssitzung am 17. November über die Stellungnahme der Verwaltung zu dieser Umsetzung der Baumaßnahme zu berichten.

Jubilarehrung der SPD Neustadt

SPD

Am 4. September haben die SPD Ortsvereine Neustadt und Kattenturm/Kattenesch gemeinsam ihre langjährigen Mitglieder geehrt.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte überreichte den Jubilarinnen und Jubilaren ihre Urkundend dankte ihnen für ihre Unterstützung.

Im Anschluss wurde bei herrlichem Spätsommerwetter gegrillt und geklönt.

Ortsamtsleiterin Annemarie Czichon verabschiedet

Nach zehn Jahren im Amt ist die Leiterin des Ortsamts Neustadt/Woltmershausen, Annemarie Czichon, am 21. Juli 2022 aus dem Amt verabschiedet worden. Bürgermeister Andreas Bovenschulte überreichte ihr in seinem Amtszimmer eine Urkunde zur Würdigung ihres langjährigen Engagements.

Bürgermeister Bovenschulte dankte Czichon für ihre Arbeit und den Einsatz für die Neustadt und Woltmershausen. Und er hob hervor, dass sie – ob sie wolle oder nicht – dauerhaft eine besondere Position unter den Ortsamtsleiterinnen und Ortsamtsleitern einnehmen wird: „Sie sind die erste Leiterin eines Ortsamts, die unmittelbar in einer direkten Wahl vom Beirat gewählt wurde. Das war ein Meilenstein für die Beiräte und Ortsämter. Für die Beiräte bedeutete das eine echte Aufwertung, die ich sehr begrüße.“

Die Ende Juli aus dem Amt scheidende Ortsamtleiterin Neustadt/Woltmershausen, Annemarie Czichon (links), erhielt von Bürgermeister Andreas Bovenschulte (rechts) eine Urkunde zur Würdigung ihrer Arbeit. Mit dabei die Sprecherin des Beirates Woltermshausen, Edith Wangenheim, und der Sprecher des Beirates Neustadt, Ingo Mose. Foto: Senatspressestelle

Annemarie Czichon war im November 2012 von den Beiräten Neustadt und Woltmershausen in das Amt gewählt worden. Das war ein Novum, denn bis dahin hatten die Beiräte ausschließlich ein Vorschlagsrecht an den Senat. Die Juristin und Mediatorin war den Anliegen der Stadtteile schon vorher eng verbunden. So hatte sie 2008 und 2011 Runde Tische zu den Planungen einzelner Bauabschnitte der A 281 moderiert.

Endgültig scheidet Czichon mit Ablauf des 31. Juli aus dem Amt. Ihr Nachfolger Uwe Martin übernimmt das Ortsamt dann zum 1. August.

Quelle: Senatspressestelle

Abschluss des Dialogformats zum Hochwasserschutzvorhaben „Stadtstrecke“

Am 25. April 2022 fand die letzte Dialogveranstaltung zur Deicherhöhung auf der linken Weserseite („Stadtstrecke“) statt. An drei nichtöffentlichen Vorbereitungssitzungen und drei beziehungsweise vier öffentlichen Terminen erörterten die Bürgerinnen-und-Bürger-Initiative „Platanen am Deich“, die BI „Bremer Ärzte“, das Umweltressort, Vertreterinnen und Vertreter des Beirates und des Deichverbandes die notwendigen Aspekte der Deichanpassung. Dabei wurden Fragen des Hochwasserschutzes und die damit verbundenen Umgestaltungen zu einem klimaneutralen Verkehrsraum sowie die städtebauliche Gestaltung diskutiert. 

Im besonderen Fokus der Debatte stand dabei, ob es technisch geeignete und genehmigungsfähige Lösungen für die Sicherstellung des Hochwasserschutzes bei gleichzeitigem Erhalt der vorhandenen Platanenreihe gibt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten die Möglichkeit, den Dialogveranstaltungen online via Livestream zu folgen, sich über die verschiedenen Aspekte und Sichtweisen zu informieren.

Da sich die BI „Platanen am Deich“ und „Bremer Ärzte“ dazu entschieden haben, nicht an der abschließenden Sitzung des Dialoges teilzunehmen, fand diese ohne die Initiativen statt. Alle weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, ein Abschluss-Statement zu halten.

Der Beirat Neustadt gab folgendes Statement ab:
„Das Format des Runden Tisches hat unsere Erwartungen an einen offenen Dialog aller Beteiligten nicht erfüllt. Wir haben die Sitzungen primär als einen Schlagabtausch erlebt, in dem bereits bekannte Positionen untermauert und erhärtet wurden. Dieser wurde dadurch besonders belastet, dass die Beiträge der Bürgerinitiative stets sehr emotional geprägt waren und durchweg mit dem Vorwurf einhergingen, ihr, der Bürgerinitiative, würde viel zu wenig Raum gegeben, ihre Vorstellungen und das Konzept von CDM Smith genügend deutlich darzustellen. Dabei war unserem Eindruck nach das Gegenteil der Fall: Realistisch betrachtet hatten die Vertreter der Bürgerinitiative sehr viel Zeit und Gelegenheit, ihre Positionen zu vertreten. Unsere eigene Rolle als Vertreter des Beirats Neustadts als gewählter Interessensvertretung des Stadtteils Neustadt wurde seitens der Bürgerinitiative wenig Wertschätzung entgegengebracht. Mehrfach fielen Äußerungen seitens der Bürgerinitiative, das Gesprächsformat sei eigentlich auf den Austausch zwischen Bürgerinitiative und dem Ressort beschränkt. Diese implizite Zuschreibung als ‚Statisten‘ halten wir für unangemessen, da zwischen allen Beteiligten vereinbart worden war, den Beirat gleichberechtigt an dem Format zu beteiligen. Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass sich der Beirat über mehrere Jahre intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und dazu eine eigene Position unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil entwickelt hat. Es war unsere Absicht und unser Auftrag, diese gebührend in die Arbeit des Runden Tisches einzubringen. Nach drei Gesprächsrunden des Runden Tisches kommen wir zu dem Schluss, dass die von der Bürgerinitiative vorgebrachten Argumente nicht hinreichend sind, um den eigenen Beschluss des Beirats Neustadt, der den von Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau eingeschlagenen Weg ausdrücklich unterstützt, in Frage zu stellen oder gar zurückzunehmen. Wir werden diese Empfehlung auch gegenüber dem Beirat Neustadt formulieren, der sich nach Abschluss des Runden Tisches mit dem Thema neuerlich befassen wird. Dies ändert nichts daran, dass auch wir die notwendige Fällung derart vieler wertvoller Bäume, wie sie mit der Realisierung der Stadtstrecke verbunden sein werden, als einen großen Verlust für die Neustadt und die ganze innere Stadt ansehen. Wir möchten deshalb abschließend folgende Anregung formulieren: Zusätzlich zu den 140 Bäumen, die entlang der Stadtstrecke neu gepflanzt werden sollen, wird das Ressort bekanntermaßen im Zuge der gesetzlichen Ausgleichsverpflichtung weitere 360 Bäume in der Neustadt pflanzen müssen. Dies sollte in enger Absprache mit dem Beirat geschehen.“

Quelle: Pressestelle des Senats

Aufwertung der Grünflächen am Werder See beginnt am 4. April

Die Grünanlagen am Deichschart zwischen Buntentorsteinweg und der Kleinen Weser werden saniert. Nach jahrzehntelanger, intensiver Nutzung ist das beliebte und viel frequentierte Naherholungsziel zum Baden, Relaxen, Spazierengehen und Fahrradfahren in die Jahre gekommen. Die Sitzmöglichkeiten entlang der Wege befinden sich in einem schlechten Zustand, ebenso wie die gestufte Pflasterfläche am Deichschart. Zudem ist kein barrierefreier Zugang zum Wasser möglich.

Gestaltung
Im Zuge der Modernisierung werden alle Banksitzplätze (mit Abfallbehälter) erneuert, auch der begehrte Sitzplatz unter der markanten Baumgruppe wird mit einer neuen Rundbank ausgestattet.
Um die Attraktivität des Geländes zu erhöhen, werden neue Sitzstufen am Deichschart gebaut, mit Blick auf den Werdersee und mit barrierefreiem Zugang zum Wasser.
Vorbild für die neuen Sitzbänke am Deichschart sind die Bänke aus dem Huckelrieder Park mit ihrem charakteristischen Orange. Die Auflagen der Betonsitzelemente sowie alle anderen Einbauten werden kontrastreich in dunkelgrau und anthrazit gehalten.
Fahrradfahrende können sich auf 15 neue Radstellplätze freuen und nicht zuletzt erfährt auch das Kunstwerk „Steingrat“, das der Künstler Hawoli 1979 am Deichschart als Bodenskulptur installiert hat, eine Aufwertung.

Bauzeiten und Bauablauf
Da es bedingt durch die Pandemie und den Ukraine Konflikt zu Verzögerungen in der Lieferung von Bauteilen kommen kann, werden die Bauarbeiten in zwei Abschnitten ausgeführt. So sollen unnötige Sperrungen in den Sommermonaten Juni und Juli verhindert werden.
Anfang April 2022- Mitte/Ende Mai 2022
Sanierung der Bankfächen zwischen Niedersachsen Damm und Huckelrieder Friedhof sowie Deichschart. Einschränkungen für den Fuß- und Radverkehr wird es nur punktuell geben.
Anfang August 2022 (mit der Lieferung der Bauteile) – Ende Oktober 2022
Bau der Sitzstufen am Deichschart, Pflasterung, Erneuerung Bankplätze incl. Rundbank. Besonders für den Radverkehr kann es während dieser Bauphase zu Einschränkungen kommen.

Quelle: Umweltbetrieb Bremen

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