Hochwasserschutzanlage Rablinghausen nach Umbau eröffnet

Erddeich wurde ausgebaut und um 80 Zentimeter erhöht

In enger Zusammenarbeit haben der Bremische Deichverband am linken Weserufer und die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft den Deich in Rablinghausen auf einer Strecke von 1,8 Kilometern ausgebaut und erhöht. Die Maßnahme wurde im Rahmen der Umsetzung des ‚Generalplans Küstenschutz‘ erfolgreich umgesetzt und am Freitag, 23. Januar 2026, von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft Henrike Müller, dem Deichhauptmann Ralf Hagens und der Beiratssprecherin Edith Wangenheim feierlich eröffnet.

Der umgebaute Abschnitt erstreckt sich über eine Gesamtlänge von gut 1,80 Kilometer von der Straße Zum Lankenauer Höft über den Rablinghauser Deich und den Westerdeich. Unter anderem wurde die etwa 1.000 Meter lange Spundwand durch einen Erddeich ersetzt und der bereits vorhandene Erddeich auf rund 800 Meter Länge ausgebaut. Das war notwendig, weil der bisherige Hochwasserschutz nach dem länderübergreifenden Ausbauprogramm ‚Generalplan Küstenschutz‘ an einigen Stellen eine Fehlhöhe von 80 Zentimetern aufwies, also 80 Zentimeter zu niedrig war, sogenanntes Unterbestick. Die Erhöhung als Klimaanpassungsmaßnahme gleicht diese Fehlhöhe aus und berücksichtigt in der Planung und Örtlichkeit den Anstieg des Meeresspiegels vor dem Hintergrund der Klimakrise, sodass der Deich falls nötig um weitere 75 Zentimeter erhöht werden kann.

Foto: Umweltressort

Dreijährige Bauzeit

Nach den Planungsphasen und dem Genehmigungsverfahren in Trägerschaft des Deichverbandes folgten ab 2022 bauvorbereitende Maßnahmen, wie der Rückbau von mehr als 50 Kleingartenparzellen. Für den neuen Erddeich war eine Verbreiterung der Deichanlage in das Deichvorland notwendig. Diese Art Deich ist bautechnisch leichter zu erhöhen und effizient. Die Erdbauarbeiten starteten im Jahr 2023 und konnten innerhalb der geplanten Bauzeit im Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei wurden zunächst insgesamt gut zwei Kilometer Baustraße hergestellt, um die rund 75.000 Kubikmeter Deichbaustoffe anliefern und vor Ort einbauen zu können. 

Die Verwendung von Baggergut aus der Hafenunterhaltung stellt eine besonders nachhaltige Kreislauf-Lösung dar, da sie einen ressourcenschonenden Bodenschutz ermöglicht.

Aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz investieren das Land Bremen und die Bundesrepublik Deutschland rund 10,2 Millionen Euro über den ‚Generalplan Küstenschutz‘ – Teil 1 in den Deichbau in Rablinghausen. Das Ressort der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft erarbeitete mit dem Land Niedersachsen den gemeinsamen ‚Generalplan Küstenschutz‘ sowie das daraus resultierende Bauprogramm. In der Umsetzung der Projekte nimmt es die Funktion als Genehmigungs- und Zuwendungsbehörde wahr und stellt die entsprechenden Finanzmittel bereit.

Quelle: Senatspressestelle

vgl. Weser-Report vom 31. Januar 2026